| SAN mit iSCSI unter SuSE 10.2 für Windows Client |
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Bislang benutze ich immer das CIFS bzw Samba Protokoll um meinen lokalen Clients Netzwerkspace zur Verfügung zu stellen. iSCSI ist eine weitere interessante Zugriffsmethode von Windows Clients auf Linux Disk Space und ich habe das mal ausprobiert. In SuSE 10.2 ist iSCSI target Support drin - nur gibt es beim Starten von rciscsitarget leider einen Fehler.
Ein kernel module iscsi_trgt wird nicht gefunden. Das
Module wurde beim Bau von 10.2 irgendwie vergessen (Siehe auch den
BugReport http://lists.opensuse.org/opensuse-b.../msg02724.html)
Die Lösung ist recht einfach: Man installiert 'iSCSI Enterprise target' und geht entsprechend der englischen Anleitung (README) vor. Hier befindet sich eine deutsche Anleitung. Dabei darf man nur nicht vergessen die Kernel Source vorher zu installieren. Beim Kernel Update nicht vergessen auch die Kernel Sources zu updaten ! Gibt sonst blöde Fehler !
und
und dann kann man rciscsitarget start eingeben und iSCSI kommt ohne Fehler hoch. Dann geht es ans Konfigurieren:
Zuerst habe ich eine Datei von 10GB erstellt
und die Datei ietd.conf konfiguriert
und schließlich zum Schluss den iSCSI Enterprise Server gestartet mit 'rciscsitarget start'.
Auf dem Windows Client habe ich den freien Microsoft iSCSI Initiator installiert und dann in den Properties in der Discovery Seite die IP Adresse des Linux iSCSI Servers eingetragen. Bei der Targets Seite muss man sich dann noch an dem Server anmelden und daraufhin geht die iSCSI Verbindung in den ConnectStatus.
Bei der Systemadministration -> Disk Management wird die neue Platte mit Action -> Rescan Disks gefunden. Geht man dann mit der Maus auf die gefundene iSCSI Disk und initialisiert sie mit dem Kontext Menu steht sie sofort zur Verfügung und muss dann wie eine normale lokale Platte partitioniert und formatiert werden. Man glaubt jetzt eine lokale Platte zu haben, die aber in Wirklichkeit remote auf einem Linuxrechner liegt und dort als eine Datei repräsentiert ist. Es besteht auch die Möglichkeit eine gesamte Platte im blockio Modus bereitzustellen. Die Performance ist dann noch besser.
Ohne jegliches Tuing habe ich mal eine grössere Datei von 694866 kB sowohl per samba als auch iSCSI über ein 100MB LAN auf dieselbe Platte kopiert. Dabei kam folgendes Ergebnis raus:
d.h. iSCSI ist ungefähr 30% langsamer. Die Performance wird verbessert wenn man kein fileio sondern blockio benutzt. Leider habe ich keine freie Platte um das mal auszuprobieren und zu messen.
Trotz dass die Performance (jedenfalls bei fileio) bei iSCSI schlechter ist als bei Samba ist das durchaus eine Möglichkeit um lokalen Clients für Windows transparent weiteren privaten Plattenplatz von einem LAN Server anzubieten. Die Betonung liegt hier auf privat, denn die Platte ist nur für den einen Windows Client sichtbar. (In meiner Konfig oben habe ich keine Authentifizierung eingeschaltet! Stichwort incomminguser und outgoinguser) Sie kann zwar dann wieder im Netz mit anderen Clients über XP Mittel geshared werden. Nur ist das absolut ineffizient, da dann der Client per Netz auf die vermeindlich lokale Platte des sharenden Clients zugreift und derjenige dann wieder transparentz über das Netz die Daten vom Linux iSCSI Server holt. In diesem Falle ist CIFS auf alle Fälle vorzuziehen.
Fazit:
Um recht schnell Windows Clients weiteren privaten Speicherplatz zur Verfügung zu stellen der sich dem Client wie lokaler Plattenplatz darstellt ist iSCSI eine feine Sache. Unter SuSE 10.2 gibt es dazu den iSCSI Enterprise Target Server. Performancekritischen Daten sollte man da aber nicht ablegen. Backupspace ist z.B. eine sinnvolle Anwendung wie auch Ablage von Daten, die nur alle Jubeljahre mal benötigt werden.
Will man aber Daten mit anderen Windows Clients sharen ist iSCSI ungeeignet und man sollte ein CIFS bzw samba Share konfigurieren.
Will man Daten zwischen Linuxsystemen austauschen ist der nfsclient bzw der nfsserver die beste Wahl.
Weitere Infos zu iSCSI und Linux:
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| Last Updated ( Samstag, 09 Mai 2009 ) | |||||||
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