Eigentlich wollte ich nur eine größere Platte einbauen und dann noch einen externen Controller anschließen, da der schneller ist als der Motherboardanschluß. Ich hatte mir das einfach vorgestellt - aber Pustekuchen!
Als LAN Server benutze ich eine älteren 400MHz Rechner: Er dient im Wesentlichen als PrintServer wie auch als DiskServer per Samba. Außerdem steckt in ihm eine FAX Karte zum senden und empfangen von Fax. Leider kann das Motherboard nur udma2 aber er besitzt eine 250GB Platte, die eigentlich udma5 kann. Da auf meinem Desktop die home Partition langsam voll wird habe ich mir eine neue 320GB Platte sowie einen externen DiskController gekauft, der udma5 kann. Die 250Gb Platte wollte ich in den Desktop stecken und anstelle dessen die 320GB  Platte in den Server per udma5 anschließen.
 
Das Einbauen des Controllers und Anschließen der 320GB Platte daran war kein Problem. Dann kopierte ich das SuSE 9.3 OS von /dev/hda1 in /dev/hde2, nahm die entsprechenden Definitionen für die neue Plate im grub menu auf und dachte ich könnte davon booten. War nichts: Er erkannte die /dev/hde1 Platte beim booten nicht. Im linux-club forum postete ich das Problem und mir wurde geraten auf SuSE 10.2 zu gehen, da da der Support für Silicon Image, Inc. (formerly CMD Technology Inc) PCI0680 Ultra ATA-133 Host Controller (rev 02) dort besser ist. 
 
Daraufhin installierte ich auf /dev/hde1 das SuSE 10.2 (Ich lege immer aus Backupgründen zwei OS Partitions auf einem Rechner an). Und siehe da - das OS konnte davon gebootet werden (Nachdem ich meine device.map um einen Eintrag für die weitere Platte erweiter habe: (hd2) /dev/hde)). Der Grund liegt darin, dass das kernelmodule siimage beim booten nicht geladen wird. Die Lösung ist eigentlich ganz einfach (wenn man weiss wie ...). In /etc/sysconfig/kernel kann man in dem Parameter INITRD_MODULES das siimage aufnehmen und durch Aufruf von mkinitrd wird ein neues initrd erzeugt welches beim nächsten Booten auch die neue Platte erkennt. Danach konnte ich auch unter SuSE 9.3 von der externen Platte booten.
 
Probleme traten auf als ich die alte OS Platte (/dev/hda) deaktivierte. Ich erhielt beim booten die Meldung No active partition found HDD und das obwohl ich grub auf /dev/hde installiert hatte. Also habe ich die Platte mit cfdisk auf active gesetzt. Danach bekam ich LI beim booten und dann hing das System. Also alles wieder zurückgedreht - aber was nun? Also kann Linux nicht von dem Externen Controller booten. Daraufhin habe ich eine BootDiskette erstellt. Das funktionierte dann auch gut. Dann fiel mir ein dass ich noch eine alte 420 MB Platte habe und installierte darauf auch Grub denn die Platte ist schneller beim booten als die Diskette. Aber ständig habe ich die Fehlermeldung No active partition found HDD erhalten. Noch einmal versuchte ich es mit cfdisk und dem boot flag. Wieder der Boot Fehler. Dann fand ich im Internet einen Beitrag, der genau das sagte um den Fehler zu beheben: Setze das boot Flag und es geht. Dann habe ich wieder das boot flag gesetzt und auch noch grub neu installiert ... reboot ... und es funktionierte!
 
Das hat mich eine Menge Zeit gekostet. Aber jetzt kenne ich grub, wie schön man grub menus ändern kann und dass die grub command line sehr mächtig ist. 
 
Dummerweise hat mir die Tatsache, dass die Pufferbatterie am Ende ist und durch ntpd immer die Zeit aktualiert wurde und dadurch Bootreihenfolgen immer wieder vegessen wurden mich ziemlich auf den Woodway geführt :-( .
 
Bei der Problemlösung geholfen habe mir folgende Links:
Jetzt freue ich mich dass ich ohne Zwischenschaltung von einer Diskette oder einer am Motherboard angeschossenen Platte mein LAN Server booten kann. Wenn ich demnächst Zeit habe schreibe ich mal zusammen was ich dabei über den grub gelernt habe und was wan so alles doch Schönes damit anstellen kann.
 
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