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Ein jeder der eine Raspberry nutzt macht sich füher oder später Gedanken darüber wie die Raspberry gesichert werden kann für den Fall der Fälle dass die SD Karte defekt wird oder durch Änderungen am System das System nicht mehr bootet. Im folgenden Artikel werden drei kostenlose Backuptools vorgestellt, wie sie funktionieren und verglichen. Ein jedes Tool arbeitet anders und erfüllt andere Anforderungen.

Die vorgestellten Tools sind

Es gibt natürlich noch viele andere Backuptools. Eine Liste mit weiteren Tools findet sich hier

rpi-clone

rpi-clone erstellt mit rsync eine initiale Kopie des Systems auf ein weiteres angeschlossenes Gerät wie eine SD Karte oder SSD. Alle weiteren Sicherungen mit rsync sind inkrementelle Sicherungen und nur Änderungen und neue Dateien werden gesichert sowie gelöschte Dateien gelöscht. Somit kann man im Backupfalle die SD Karte oder SSD wechseln und schon bootet das System wieder.

Vorteile

  • Sofortiges Booten vom Backup möglich
  • Inkrementeller Backup uns somit schnell
  • Direkte Clonefunktionalität

Nachteile

  • Es steht nur ein Backup zur Verfügung (Keine Backuphistorie).
  • Wenn das Backup korrupt wird hat man kein Backup mehr
  • Wenn man aus Versehen Daten gelöscht hat und schon ein neues Backup erstellt wurde kann auf die gelöschten Daten nicht mehr zugegriffen werden
  • Ubuntu nicht supported

 

image-backup

 

image-backup erstellt initial ein dd Image auf einer gemounteten Backuppartition und sichert dann mit rsync darin das System. Bei allen weiteren Aufrufen werden mit rsync nur Änderungen und neue Dateien gesichert sowie gelöschte Dateien gelöscht. Am Ende wird das erstellte dd Image auf die geringstmögliche Größe verkleinert.

Vorteile

  • Restore von Windows aus möglich da ein dd Backup erstellt wird
  • Incrementeller Backup und somit schnell
  • Image wird soweit wie möglich verkleinert
  • Speicherung des Backups über ein Netzwerk möglich

Nachteile

  • Es steht nur ein Backup zur Verfügung (Keine Backuphistorie)
  • Wenn das Backup korrupt wird hat man kein Backup mehr
  • Wenn man aus Versehen Daten gelöscht hat und schon ein neues Backup erstellt wurde kann auf die gelöschten Daten nicht mehr zugegriffen werden
  • Ein Backup muss erste restored werden bevor es genutzt werden kann

 

raspiBackup

raspiBackup erlaubt mit allen drei auf Linux verfügbaren Backuptools Backups auf einer gemounteten Backuppartition zu erstellen. Dabei wird automatisch jeweils ein neues Backupzerzeichnis erstellt. Abhängig von der gewälten Backuprecyclestrategie wird automatisch nach dem Backup ein altes Backup gelöscht. Entweder wird die maximale Anzahl der letzten Backups definiert oder es wird gemäß des Grossvater, Vater, Sohn Prinzips (GFS) ein älteres Backup gelöscht.

Vorteile

  • Im Gegensatz zu rpi-clone und image-backup wird eine Backuphistorie verwaltet und gemäß entsprechender Recyclekonfiguration alte Backups gelöscht
  • Es kann zwischen Voll- (dd und tar) und incrementellem (rsync) Backup gewählt werden.
  • GFS Recycle Strategie kann genutzt werden.
  • Aus Versehen gelöschte Daten können wiederhergestellt werden sofern die Backuphistorie noch den alten Stand enthält
  • Speicherung des Backups über ein Netzwerk möglich
  • Ein automtatischer regelmäßiger Backup kann konfiguriert werden
  • Ubuntu supported

Nachteile

  • Keine direkte Clonefunktionalität. Ein Backup muss erste restored werden bevor es genutzt werden kann.
  • Je nach der angewendetet Backupstrategie und verwendetem Backuptool (dd, tar oder rsync) wird ein größerer Backupplatz benötigt
  • Keine GPT Unterstützung

 

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