Bislang war ich immer Kunde bei der Dt. Telekom. Erst das Telefon und dann das Internet per ISDN und später DSL 6000 flat. Für denselben Preis monatlich bekomme ich bei 1&1 VDSL 50000, ein Fritz!Box 7390, 10 Telefonnummern, TelefonSimKarten und einen Surfstick ZTE MF190vu mit bis zu 7,2 MBit/s. Drei Monate kann ich den umsonst benutzen und dann muss ich die 1&1 Notebook-Dayflat zahlen.  Ist sehr praktisch wenn beim Umzug was schiefgehen sollte. Dann kann man immer noch ins Internet. Also habe ich jetzt bei der t-com gekündigt und werde Ende April meinen DSL- und Telefonanschluss bei 1&1 bekommen. Im folgenden Beitrag dokumentiere ich meine Erfahrungen beim Umstieg.
15. März 2012 
 
Die Bestellung wurde telefonisch aufgegeben. Innerhalb weniger als einer Stunde hatte ich verschiedene eMails von 1&1 wo meine Bestellungen bestätigt wurden. Nach 2 Tagen kamen die 2 SimKartenper Post. Dazu die Zugangsdaten für das 1&1 ControlCenter. Den darauffolgenden Tag kam der SurfStick incl SimKarte.
 
Das 1&1 ControlCenter bietet sehr viel Möglichkeiten der Konfiguration. Die Navigation ist nicht ganz einfach und man benötigt etwas Zeit um sich damit vertraut zu machen. Das wichtigste ist ein neues Kennwort zu vergeben, welches sicher ist, denn das ControlCenter kann jeder aus dem Internet erreichen und Änderungen vornehmen. Allerdings muss man mittlerweile zusätzlich eine Sicherheitsfrage richtig beantworten, wenn man im ControlCenter Änderungen vornehmen will und dieses nicht vom 1&1 DSL Anschluss tut. Das heisst, als Sicherheitsfragenantwort sollte man auch ein sicheres Kennwort benutzen um Missbrauch aus dem Internet zu verhindern.
 
Danach habe ich die 15 GB Webspace freigeschaltet und eingerichtet. Per webdav kann man sehr einfach von Linux drauf zugreifen. Das eMail Konto war auch schnell eingerichtet.   Allerdings wurde sie gleich zu meiner primären eMailAdresse bei gmx redirected. Erfreulicherweise kann man bei 1&1 alle Verzeichnisse per webdav erreichen und beschreiben. Bei der t-com dagegen gibt es spezielle Verzeichnisse für Videos, Medien und Bilder, die man leider per webdav nicht erreichen kann.
 
Erstaunlicherweise war der USB Sufstick sehr schnell unter Linux Mint funktionsfähig. Einfach einstecken, die PIN eingeben, dann den Provider auswählen - und schon konnte ich per UMTS/HSPA surfen. Das jetzt 3 Monate kostenlos.
 
iManufacturer        ZTE,Incorporated
iProduct                  1&1 Surf-stick
iSerial                      MF19001MOD010000
idVendor                 0x19d2 ONDA Communication S.p.A.
idProduct                0x0117 
 
20. März 2012  
 
Heute habe ich eine eMail bekommen mit dem Subject Mitteilung zum Schaltungstermin Ihres 1&1 Komplettanschlusses. Dort teilt man mir mit dass die Umstellung am 27.4. stattfindet und wie meine Telefonnummern sind. Da nur eine zusätzliche Nummer zur alten portierten Nummer auftaucht und ich 3 Nummern benötige und eigentlich bis zu 10 Nummern haben können soll habe ich im Kontaktformular dieses nachgefragt. Noch am selben Tag hatte ich die Antwort, dass ich selbstverständlich 10 Nummern hätte und diese im CC einrichten könnte wenn meine Umstellung stattgefunden hat.
 
17. April 2012
 
Heute kam eine eMail mit dem Subject  Ihr 1&1 Paket wurde versendet. Da der Schaltungstermin in 1.5 Wochen ist, wird das der HW Router AVM 7390 sein, der auf dem Weg ist.
 
18. April 2012
 
Heute kam ein kleines Packet von 1&1. Wie erwartet befand sich darin der Router AVM 7390 incl Netzteil und 2 Anschlusskabeln sowie 'Das 1&1 DSL-Handbucg' wo beschrieben ist, wie man and die verschiedenen verfügbaren Routerweitere Geräte anschliesst. Ausserdem eine 'SchnellstartAnleitung'. Diese ist leider sehr ungenau. Vor der Bestellung des Anschlusses bei 1&1 hatte ich mich schon über die AVM 7390 informiert und die AVM Anschluss- und Bedienungsanleitung gelesen. Dort wird sehr detailiert beschrieben welches Kabel man wo anschliessen muss. Das ist wichtig zu wissen, denn es werden 2 Kabel geliefert, wo eines am anderen Ende 2 verschiedene Stecker hat. Diese sich deutlich beschriftet, aber in der 'SchnellstartAnleitung' wird darauf nicht eingegangen - aber in der AVM Installationsanleitung. Nach der detailierten Anleitung sollte das Anschliessen des Routers am 27.4.2012 kein Problem sein.
 
Weiterhin lag ein Umschlag bei der meine persönlichen Zugangsdaten für das Internet sowie die für das 1&1 CC enthält. Sehr verwundert hat mich, dass mein 1&1 Kundenpasswort, was ich schon  am 15. März 2012 nach Erhalt des initialen Passowrts entsprechend sicher aber für mich merkbar geändert habe, in Klartext lesen konnte. Die Daten sind zwar wie bei Telefon- oder Kredikarten Pins entsprechend gegen Lesen von aussen geschützt und man muss erst den Umschlag entsprechend beschädigen um an die Passwörter zu kommen. Das zeigt, dass das C&C Passwort nicht verschlüsselt bei 1&1 abgelegt wird.  Mein Umschlag war natürlich unbeschädigt.
 
Danach habe ich den AVM 7390 Router an meinem PC an einer zweiten Netzwerkkarte angeschlossen. Per DHCP bekommt mein Rechner eine weitere IP und mit dem Namen fritzbox bzw http://192.168.178.1/ im Browser kann ich sofort auf den Router zugreifen. Er will sich gleich über das Internet konfigurieren - was natürlich noch nicht geht. Nach dem Abbruch der Aktion bekomme ich das bekannte AVM Router Menu (momentan habe ich eine FRITZ!Box Fon WLAN 7170 als Router). Neu finden sich die Anschlüsse DECT und USB. Ausserdem gibt es Assistenten zu Einichten, Update und Telefone sowie einen Assistenten für FRITZ!NAS.
 
Die folgenden Dinge sind erste Eindrücke und bedürfen noch genauerer detailierter Untersuchung. 
 
Die Internetsektion sieht auf den ersten Blick identisch aus wie bei der  FRITZ!Box Fon WLAN 7170. Ebenso der Telefoniebereich. Im Heimnetzbereich gibt es nun zwei weitere Unterbereiche: USB -Geräte und Speicher (NAS). Bei NAS findet man knapp 512 MB frei - das ist der AVM interne Speicher. Dort kann man auch sog. Onlinespeicher konfigurieren. Eine USB Platte wurde am USB Port auf die Schnelle nicht erkannt. Ein USB Stick dagegen sofort. Ein ftp auf 192.168.178.1 mit ftpuser und leerem password war sofort erfolgreich. Ausserdem ein Zugriff per samba/cifs. Dort sieht man den internen Speicher sowie die zusätzliche USB Karte als externen Speicher und kann ihn von jedem Client benutzen.
Bei der WLAN-Sektion fällt der Gastzugang auf. Da kann man wür Gäste einen WLAN Internetzugang einrichten mit separatem Passwort. Ist ein nettes Feature, denn damit können die Gäste mit ihrem IPod oder Android mal eben schnell ins Netz ohne dass man das eigene WLAN Passwort mitteilen muss und es besteht auch kein Zugriff auf die Resourcen im lokalen Netz. Weiterhin gibt es jetzt ausserdem das 5 GHZ Band über das man auf das WLAN zugreifen kann. Bei der DECT Sektion kann man DECT Telefone anmelden. 
 
Die offenen Ports an der AVM 7390 sind
 
21/tcp   open  ftp
80/tcp   open  http
139/tcp  open  netbios-ssn
445/tcp  open  microsoft-ds
5060/tcp open  sip
 
d.h. man  kann sich per ftp, samba/cifs und sip an den Router verbinden.Der http Port ist das AVM Admin GUI für den Router.
 
Beim Assistenten kann man diverse Dinge verwalten wie Telefoniegeräte, Rufnummern, Einstellungen sichern und Firmware aktualisieren. Der Stand des Routers ist 84.05.05 und bei AVM steht 84.05.20 bereit zum Update. Letzteres mache ich lieber erst nachdem ich den 1&1 Zugang konfiguriert habe. Wer weiss ob dass mit neuer FW noch funktioniert  ... Bei FRITZ!NAS kann man auf alle Resourcen, d.h. der internen Speicherkarte sowie dem USB Stick zugreifen und diverse Administrationsdinge vornehmen. Macht alles im Moment noch keinen Sinn zu konfigurieren da erst der Anschluss zu einsundeins geschaltet sein muss.
 
20. April 2012
 
Heute habe ich meine treue FRITZ!Box Fon WLAN 7170 durch die neue FRITZ!Box Fon WLAN 7390 ersetzt. Nachdem ich die t-online Zugangsdaten eingegeben hatte und den IP Range angepasst habe (ich benutze nicht 192.168.178.0/24 für mein lokales Netz) hat alles sofort wieder funktioniert. Danach habe ich den Firmwareupdate angestossen. Nach ca 5 Minuten hatte ich die Version  05.20.  Da habe ich dann auch neue Optionen im GUI bemerkt. 
dyndns habe ich dann auch eingerichten. Leider bekam ich in dem Menu dazu kein Feedback ob die dyndns Verbindung  erfolgreich war. Bei der dyndns Homepage kontte ich dann feststellen, dass der letzte Update vor paar Minuten stattfand - also die Konfiguration OK war. Später fand ich heraus, dass dieser Status in der Konfortfunktion in der Übersicht angezeigt wird. Ich würde erwarten, dass in dem Menu wo ich dyndns einschalte auch eine Statusmeldung informiert.
 
22. April 2012
 
Heute bekam ich eine eMail von 1&1 mit dem Tiel '1&1 Kundenfeedback: Sind Sie zufrieden mit uns?'. In dieser wurden ein paar Fragen zum bisherigen Verlauf des Providerwechsels gestellt. Speziell ging es um den Router sowie den Lieferzeitpunkt und ob die HW OK. ist.  Ausserdem um Eigenleistungen bei der Umstellung, ob man das z.B. selbst hinbekommt oder jemanden zur Hilfe benötigt. Weiterhin wie man sich über den aktuellen Status von Lieferungen und was als nächstes zu tun ist informiert fühlt. Zu Letzterem muss ich sagen, dass  ich mich wirklich gut informiert fühlte. Jedesmal wenn eine Aktion von 1&1 vorgenommen wurde, bekam ich eine eMail über das was gerade angestossen wurde. Mancher mag das als Spam empfinden - ich finde es sehr gut.
Heute ist mir aufgefallen, dass die 7390 immer die folgende Meldung im Log schreibt: Automatische Einrichtung und Updates für dieses Gerät durch den Dienstanbieter nicht möglich: Anmeldefehler. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich die jetzt schon ziemlich weit konfigurierte 7390 wieder in den Initialzustand bringen zu müssen, um die automatische  Routerkonfiguration von 1&1 anzustossen. So wie ich das sehe wird sie sich sofort fast automatisch konfigurieren, wenn die Umstellung in der Vermittlungsanlage zu 1&1 stattgefunden hat. Es fehlt nur das Internetzugangspassword einzugeben, welches mir in einem Umschlag bereits zugeschickt wurde.
 
23. April 2012
 
Heute habe ich einen GBit Switch an die 7390  angeschlossen - und wunderte mich, dass nur 100MB durchliefen, obwohl es 1GB sein müßte. Nach längerer Suche nach der Ursache bin ich schliesslich irgendwann im AVM GUI auf der Seite Energiemonitor und Einstellungen gelandet. Dort ist die Standardeinstellung, dass nur der Anschluss 1 auf 1GB eingestellt ist. Die restlichen Anschlüsse sind wg. Energieeinsparung auf 100MBlimitiert eingestellt. Die Idee variabel den Energieverbrauch einstellen zu können ist sehr gut - nur leider kommt man nun wirklich nicht unbedingt auf die Idee, dass das der Grund für die LAN Geschwindigkeitsreduktion ist. Zumal sich diese Einstellung unter System -> Energiemonitor und dann noch auf der zweiten Seite unter Einstellungen verbirgt.  Es wäre wesentlich auffälliger wenn es sich unter den Heimnetzeinstellungen befinden würde. 
 


29. April 2012
 
Der Anschluss bei der t-com wurde pünktlich vom 26 zum 27 abgeschaltet. Mit 1&1 betand auch morgens um 9:00 Uhr keine Verbindung. Bis 18:00 Uhr soll die Verbindung stehen. Da ich um 10:00 Uhr ins Wochenende ging habe ich mich heute an die Umstellung bzw Umkabelung gemacht.
 
Folgende Umkabelungen waren notwendig (Die 3790 hatte ich schon noch bei der t-com in Betrieb genommen).
1) Graues DSL Kabel vom Telefonanschluss zum AVM Router
2) Gelbes ISDN Kabel vom AVM Router zur ISDN Anlage.
 
Nachdem die Zugangsdaten in 1und1 geändert wurden, hat sich der Router selbst konfiguriert, neu gestartet und danach waren auch die zwei Telefonnummern konfiguriert. Es dauerte ein wenig bis sich das VDSL2 synchronisiert hatte. Dann aber funktionerte die Internetverbindung sofort. Das Telefonieren funktionierte auch sofort da die alte Telefonnummer, die in der ISDN Anlage konfiguriert war, übernommen wurde. D.h. innerhalb von maximal 15 Minuten war die Umstellung erledigt.
 
Leider habe ich keine 50Mb down und 10Mb up. Es sind nur 30Mb down und 3Mb up. In der Fritzbox werden eine Menge Fehler pro Minute angezeigt. Da muss ich mich noch drum kümmern.
 
Summa summarum hat der Umstieg ohne Probleme funktioniert und war in 15 Minuten erledigt. Der schlechte Durchsatz liegt wohl an meiner t-com Leitungsanbindung, denn auch schon bei der t-com mit DSL 6000 hatte ich eine Menge CRC Fehler feststellen können, so dass der Durchsatz nur bei ca 5Mb down lag.
 
30. April 2012
 
Nachdem ich ständige Verbindungsabbrüche hatte, habe ich in der Fritz Box die Störsicherheitseinstellungen erhöht und alles lief den Tag über soweit gut. Ab ca 21.00 Uhr flog die DSL Sync wieder runter. Danach war keine Sync mehr möglich. Dann entschied ich mich einen HW Reset zu machen und die ganze Konfig noch einmal einzugeben. Kein Erfolg - die Fritzbox synchronisierte einfach nicht - auch mit den höchsten Störsicherheitseinstellungen. Danach bin ich auf die vorherige DSL Version zurückgegangen wie es in der Fritzbox empfohlen wird, wenn keine Sync stattfindet. Auch kein Erfolg. Ich habe die Fritzbox durchlaufen lassen und eben hat sie mal wieder gesynced um gleich darauf wieder rauszufliegen.
 
1. Mai 2012
 
Heute morgen Anruf bei der 1&1 Hotline.Natürlich nicht über das Festnetz, da dieses ja - da 1&1 IP-Telefon benutzt - ohne Internetanschluss nicht funktioniert. Aufnahme der Störung und Nachfrage ob der Anschluss direkt an der ersten Telefondose mit dem 1&1 Anschlusskabel vorgenommen wurde. Beides habe ich bestätigt. Es wird sich nun ein Techniker der Sache annehmen und entweder bekomme ich eine SMS wenn der es lösen konnte (u.U. auch mit Remotezugriff auf die AVM - es wurde gefragt ob man es dürfe) oder Rückruf auf das Handy. Vermutlich wird es heute am Feiertag wg der Notbesetzung nichts damit.  
 
Als hätte ich so etwas nicht geahnt schreibe ich gerade über den 1&1 Surfstick (Details s.o.), den ich 3 Monate kostenlos benutzen kann. Damit hat mich 1&1 überzeugt zu wechseln, denn es gibt eine Menge Berichte im Netz wo ein Providerwechsel eine längere Auszeit beim Internetzugang verursachte. Ich hoffe es wird hier kein längerer Ausfall - aber durch den SurfStick kann ich jetzt immer noch ins Netz.
 
Der folgende Screenshot zeigt sehr deutlich dass es Qualitätsprobleme auf der Leitung gibt. Die FEC (Behebbare Fehler) sowie CRC (Nicht behebbare Fehler) sind extrem hoch. Hilfreich bei der Interpretation der Ausgaben der AVM 7390 ist diese Webseite .
 
Fritz7390.png
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2. Mai 2012
 
Durch ein technisches Versehen kam kein Kontakt mit dem t-com Techniker zustande
 
4. Mai 2012
 
Irgendwann in der Nacht vom 3. auf den 4. Main klappte die Synchronisation wieder. Das Telefon funktioniert und Internet ebenso.
 
5. Mai 2012
 
Der t-com Techniker kam. Er stellte am Anschluss der Fritzbox hohe Störungraten fest (Sieht man auch in der Fritzbox). Direkt am HausAnschluss kann er keine mehr messen. Somit muss ich die VerbindungsLeitung verbessern. Nixdestotrotz habe ich 70% der Downloadrate(36Mb von 50Mb) und 35% der Uploadrate (3.5Mb von 10Mb).
  
7. Mai 2012
 
Die Leitung vom Hausanschluss zum Anschluss der Fritzbox habe ich durch ein Cat6 Kabel ersetzt. Dadurch erhalte ich nun eine Downloadrate von 41MB down und und 3.6Mb up. Die Störungen sind leider auch da wenn ich die Fritz direkt am Hausanschluss anschliesse uned es finden immer noch SyncAbbrüche statt.
  
9. Mai 2012
 
Warum misst der t-com Techniker am interernen Anschluss Störungen - aber am Hausanschluss nicht? Warum bekomme ich sowohl am internen Anschluss (jetzt mit CAT 6 Leitung) sowie am HausAnschluss mit der Fritz immer Störungen? ... Netzteile erzeugen HF. Das erklärt warum der t-com Techniker am Hausanschluss keine Störung mehr messen konnte aber beim Anschluss der AVM 7390 Störungen auftreten: Als der t-com Techniker am Hausanschluss mass befand sich die Fritz incl Netzteil in einem anderen per Betonwand getrennten Raum... Wenn ich mich mit der Fritz am Hausanschluss verbinde ist das Netzteil nur maximal 2m entfernt (...und kann nach Herzenslust stören ...). Zufälligerweise schilderte mir der t-com Techniker sogar, dass er erlebt hat wie ein Fritz Netzteil erhebliche Störungen bei VDSL hervorgerufen hatte. .. Dummerweise habe ich da nicht geschaltet ...
 
Nachdem mir dieses klar wurde habe ich das Netzteil soweit wie möglich angeschirmt. Am Abend habe ich 1&1 angerufen und nach einer neuen Fritz bzw einem neuen Netzteil verlangt. Die möchten dass ich die Unterbrechungen erst einmal für ein paar Tage monitore. Nach meiner maximal möglichen Trennung von Anschluss und Netzteil wird das vermutlich auch was gebracht haben. Allerdings darf die Verbindung für mich runterfallen. Internet (und Telefon bei 1&1 da dort atelefonieren per IP stattfindet) muss wie Strom aus der Steckdose sein - und wenn das einmal pro Tag ausfällt ist das ein KO Kriterium.
  
14. Mai 2012
 
Die Zuverlässigkeit der Verbindung  ist nicht akzeptabel. Deshalb habe ich bei 1&1 nachgefragt was es genau bedeutet wenn ich - wie von 1&1 garantiert - innerhalb des ersten Monats wieder kündige.  Dabei muss man berücksichtigen, dass alle an den DSL Anschluss gekoppelten Verträge auch gekündigt werdem, d.h. in meinem Falle sind es die 1&1 Telefon Sim Karten sowie die Internet SIM Karte. Ausserdem ist interessant, dass dann genau nach einem Monat nach Neuanschluss die Leitung wieder abgeklemmt wird. D.h. also, je später man in dem TestMonat kündigt, dem neuen Provider Zeit bleibt, die Übernahme zu organisieren. D.h. man muss nach der Kündigung bei 1&1 damit rechnen eine gewisse Zeit dann sowohl ohne FestnetzTelefon als auch Internet dazusitzen.
  
16. Mai 2012
 
Ein neuer AVM 7390  ist von 1&1 eingetroffen. Jetzt ist der Störabstand bei 10 und die Leitungsdämpfung bei 20.  Die Verbindung ist jetzt stabil. Allerdings gibt es einen Download von 30 und einen Upload von 3. VDSL 50 hat einen Upload von 50 und download von 10. Die Leitung ist leider nicht sehr gut mit 20 dB Leitungsdämpfung.  
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22. Mai 2012
 
Die VDSL Verbindung ist stabiler geworden - zu Kosten des Durchsatzes. Da leider auch die Telefonverbindung beim VDSL Syncproblem abbricht bin ich nicht sicher ob ich 1-3 Unterbrechnunen pro Tag akzeptieren möchte. 1&1 bietet es an innerhalb eines Monats ohne weiteres den Vertrag wieder zu kündigen - also erst einmal einen Monat alles auszuprobieren. Ein Anruf bei 1&1 dazu brachte ein paar Dinge zu Tage, die mir vorher nicht so klar waren:
 
1) Wenn man kündigt läuft der Vertrag 2 Monate weiter un in dieser zeit kann man einen neuen Provider beauftragen die Leitung zu übernehmen.
2) Ein Wechsel von VDSL50 auf DSL16 bei 1&1 geht nur über eine normale Kündigung bei 1&1 und einen Neuaufrtrag. Dabei gibt es keine Rufnummerübernahme und man muss € 39 für einen Techniker bezahlen, der den eigenen Anschluss von einer VDSL Buchse in eine ASDL Buchse im Verteiler umsteckt. Damit zwingt 1&1 jeden, der mit seinem VDSL Anschluss nicht zufrieden ist, wieder zu einem anderen Provider zu wechseln, da dieser die Telefonnummer übernehmen würden.
  
27. Mai 2012
 
Der Vertrag wird nicht gekündigt bei 1&1. Würde ich auf DSL16 zurückgehen bei der t-com würde ich weniger zum selben Preis bekommen (16/1 zu 30/3 Mb Download/Upload). Würde ich bei 1&1 zu DSL16 wechseln würde ich meine Telefonnummer verlieren und auch weniger Bandbreite bekommen. Also bleibe ich beim VDSL50 Vertrag mit 1&1.
 
Was habe ich gelernt:
 
1) Der Durchsatz eines VDSL Anschlusses ist sehr von den Umgebungsbedingungen abhängig. Die Provider wissen schon, warum sie die Mindestdurchsätze in ihren AGBs garantieren und die maximalen Durchsätze in ihren Werbungen preisen. Als ich noch den DSL6000 Anschluss bei der t-com hatte, wurde ich ständig von der t-com beworben, ob ich denn nicht zu VDSL wechseln möchte.  Auch die t-com wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass bei mir nur 30/3 und kein 50/10 Durchsatz technisch möglich ist. Genaugenommen müßte eigentlich immer vor einem VDSL Vertragsabschluss ein Techniker vor Ort kommen und den Durchsatz messen. Dann kann man einen vernünftigen VDSL Vertrag abschliessen.  Ohne dieses muss man sich immer darauf einstellen, dass man u.U. nur den Minimaldurchsatz lt AGB bekommt.
2) Wenn man den Provider wechselt ist es immer von Vorteil einen Backupzugang zum Internet zu haben. Vorteilhaft ist da das Angebot von 1&1 ab Providerwechsel für einen Monat kostenlos einen Surfstick benutzen zu dürfen. Alternativ sollte man sich irgendwoanders einen Surfstick und eine entsprechende SIM Karte besorgen. So einen Surfstick kann man immer mal gebrauchen.
 
Update 17.10.2012
 
Vor drei Tagen fiel am Mo gegen 8 Uhr die VDSL Verbindung runter und es fand keine Synchronisation mehr statt. Am Abend habe ich bei 1&1 angerufen und den Fehler gemeldet. Dieser wurde von 1&1 dann an die t-com weitergemeldet. Heute - nach 2 Tagen gegen 11 Uhr synchronisierte der Router wieder. Diesesmal mit den maximalen VDSL Werten - 50Mb down und 10Mb up. D.h. also, es fand irgendeine Änderung an der Vermittlungsstelle statt, so dass mir jetzt die volle VDSL Bandbreite zur Verfügung steht. Messungen habe ergeben dass sie nicht am Maximum liegen, aber so doch im vernünftig abweichenden Rahmen.
 
Was habe ich gelernt:
 
Wenn man sich meinen Beitrag vom 5. Mai durchliest ist die einzige Schlussfolgerung :  Traue keinen Aussagen von t-com Technikern. Aufgrund dessen Aussage war die Schlussfolgerung, dass die schlechte Verbindung leitungsbeding ist. Dass die Leitungsqualität  durch ein Umlegen der Verbindung in der Vermitllungsanlage sich so verbessert hat widerlegt diese Schlussfolgerung und belegt die Qualität der Aussage des t-com Technikers.
 
Die aktuellen Daten vom Router sehen wie folgt aus und sehen natürlich verglichen mit den alten Werten viel besser aus.
 
Übersicht:
 
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DSL Daten:
 
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Spektrum:
 
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Statistik:
 
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Kommentare   
0 #2 framp 2017-01-19 20:11
Moin Netter Nachbar,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Mir waren zugegebenermassen bislang diese Feinheiten nicht bewusst. Ich habe die Benamsung des Magenta Providers entsprechend geändert. :-)

Cu framp
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0 #1 Netter Nachbar 2017-01-19 19:49
Hallo, sehr interessanter Artikel. Allerdings vermisse korrekte Firmennamen.
Wenn du "Telecom" schreibst, meinst du dann die "Deutsche Telekom" bzw. "Telekom" ?
Die wird mit "K" geschrieben, übrigens markenrechtlich eingetragen. Andere Firmen, die auch in der Telekommunikationsbranche unterwegs sind, tragen dann meist Telecom (mit "C" geschrieben) in Firmennamen: z.B. Colt Telecom; 1&1 Telecom etc.
(weil "Telekom" markenrechtlich geschützt ist)

Wenn du also in deinem Artikel mit "Telecom" die Deutsche Telekom meinst, wäre es eindeutig und korrekt wenn du z.B.
"Dt.Telekom / T-COM" bzw. "Telekom / T-COM" schreibst.

mfg
Netter Nachbar
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